Ladeinfrastruktur mit Badenova
Shownotes
In dieser Folge von „Im Fokus“ erkundet Stefan Lennardt in Freiburg, wie Ladeinfrastruktur im Immobilienbestand erfolgreich umgesetzt wird. Im Mittelpunkt steht die technische und rechtliche Skalierbarkeit von Elektromobilität in Mehrfamilienhäusern.
Gemeinsam mit Susanne Baumgartner, Nikolas Pachner (Badenova) und Immobilienverwalter Matthias Stoll beleuchtet er die Ausstattung einer Tiefgarage mit 108 Stellplätzen. Die Experten erläutern den Einsatz eines intelligenten Lastmanagements zur Netzschonung sowie das Konzept einer vorkonfektionierten Grundinstallation für schnelles Nachrüsten. Zudem werden die Hürden des Wohnungseigentümergesetzes (WEG) und die Investitionskosten von ca. 3.600 Euro pro Stellplatz thematisiert.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Im Fokus der ZFK Podcast.
00:00:10: In unserer ZFKA-Podcastserie über die Zukunft der Mobilität geht es heute um Immobilien, das scheint ein Widerspruch zu sein aber es ist natürlich keiner denn die Zukunft Elektromobilität entscheidet sich im Immobiliem Bereich bei der Frage wie einfach und wie günstig können wir unsere Autos dann in Zukunft laden?
00:00:30: Und wo sollten wir darüber sprechen?
00:00:32: Von der ZFK gehen immer dahin, wo es weh tut.
00:00:34: Also in eine Tiefgarage und in diesem Fall nach Freiburg, der Sonnenverwöhnten Stadt mit dem starken Öko-Image.
00:00:43: öffentlich wird ja sehr viel ... gesprochen über Schnellladeparks, über mobiles Laden.
00:00:48: Aber der Erfolg von Elektromobilität wird sich im Bestand entscheiden weil wir deutschen ja so reichweiten Fetischisten sind.
00:00:56: Wir fahren statistisch gesehen zwanzig Kilometer zur Arbeit aber wir verlangen mindestens sechshundert Kilometer Reichweite in der Batterie zur Sicherheit und das muss bequem gehen und über Nacht.
00:01:08: In dieser Folge schaue ich mir an, wie Ladeinfrastruktur im Mehrfamilienhaus konkret umgesetzt wird von der ersten Anfrage über die technischen Herausforderungen bis zum intelligenten Lastmanagement.
00:01:20: Und wer geht schon gerne allein in eine Tiefgarage?
00:01:23: Ich nicht!
00:01:24: Bei mir sind Susanne Baumgartner, sie ist Leiterin Elektromobilität bei Badenova und dann ihr Kollege Nikolas Pachner, der für die Badenover viel vor Ort bei den Kundinnen und Kunden ist, die Umsetzung macht und Matthias Stoll von Stoll und Partner.
00:01:38: Er verwaltet diese, viele andere Mobilien hier in Freiburg und Umgebung.
00:01:44: Guten Morgen!
00:01:45: Morgen!
00:01:46: Guten Morgen
00:01:47: Nikolas.
00:01:47: vielleicht kannst du mal kurz einen Job machen und beschreiben für die uns zu hören was ihr hier gemacht habt und was wir hier sehen?
00:01:55: Genau also als Projektleiter habe ich erstmal die Tiefgarage mit geplant.
00:01:59: Wir stehen jetzt direkt drin, es sind hundert acht Stellplätze.
00:02:02: drum herum sehen wir natürlich ganz viele Kabelrohre, die auch schon vorher da waren.
00:02:06: Aber wir sind eben auch Wallboxen, die installiert worden sind und wir sehen die Zuleitungen zwischen den Fahrzeugen, der dann den Wallboxern den Strom quasi zur Verfügung stellen.
00:02:16: Wie viele Wallboxes sind jetzt bisher installiert hier?
00:02:18: Aktuell sind es neun Stück mit Tendenz nach oben.
00:02:21: dann auch später gedacht.
00:02:23: Ja ja aber Matthias hat euch ja kontaktiert um euer Angebot wahrzunehmen.
00:02:30: also eine Ja, ich weiß nicht ob man Besonderheit sagen kann.
00:02:32: Aber ein wichtiger Punkt ist ihr habt alles so vorgerüstet dass jeder weitere Stellplatz hier schnell mit einer Wallbox versorgt werden könnte?
00:02:41: Fragezeichen!
00:02:42: Genau das ist die Idee dahinter.
00:02:43: wir haben einmal eine Grundinstallation welche dann die Verbindung zum Hausanschluss herstellt mit dem dynamischen Lastmanagement um dann später relativ schnell d.h.
00:02:52: innerhalb von einem Tag eine Wallbox nachrüsten zu können mit geringem Aufwand von einer Person vom Ein-Elektriker durchzuführen.
00:02:59: Aber wenn ihr an alle hundert acht Stellplätze hier in dieser Tiefgarage eine Rollbox schrauben wolltet, dann wird es wahrscheinlich trotzdem eng werden oder?
00:03:08: Wir gehen eigentlich davon aus dass nur siebzig Prozent insgesamt belegt sein werden.
00:03:14: Das ist so die gängige Praxis auch die vorgegeben wird von Markteilnehmern oder Analyseinstituten.
00:03:21: Und selbst wenn wir hundert Prozent installieren wollten, also hundert acht Wallboxen.
00:03:26: Selbst das würde gehen weil nie alle Hundert Acht gleichzeitig laden werden.
00:03:31: Wir gucken uns das was ihr hier montiert habt für das sogenannte intelligente Lastmanagement.
00:03:36: Das gucken wir uns jetzt einmal kurz gemeinsam an.
00:03:38: Bringen Sie mal hin bitte!
00:03:39: Alles klar!
00:03:42: So jetzt sind wir in dem Raum mit der aufregenden Aufschrift Haustechnik.
00:03:48: Was habt Ihr hier installiert damit es ganze funktioniert?
00:03:51: Ich gehe erst mal drauf raus, was hier schon da war.
00:03:54: Das ist nämlich einmal der Hausanschluss den wir hier sehen.
00:03:57: Da wird aus der Straße der Strom quasi ins Gebäude gebracht und an dieser Stelle fangen wir an erstmal zu messen, was dort an Leistung anliegt und wie groß die dann zur erwartende Restleistung ist welche wir später für die Ladeinfrastruktur haben.
00:04:14: Neben der Messung gibt es noch einen weiteren Kasten das.
00:04:19: Die Verteilung wird aufgeteilt zwischen E-Mobilität und dem normalen Hausverbrauch.
00:04:28: Später wird die Messwandleranlage ausgeführt gespeist und durch die Messwandler-Enlage hindurch.
00:04:36: Wie ist dann der Strom zu den einzelnen Stromschienen?
00:04:38: Und diese sind dann wiederum draußen in der Tiefkarage.
00:04:41: Wie führt denn diese formschöne dezente Apparatur jetzt dazu, dass die Lasten so vertalt werden, das ihr auch liefern könnt?
00:04:49: Genau also letztendlich Einfach nur eine Messung, welche eben dazu führt dass wir einen Wert haben und auf diesen Wert möchten wir einregeln.
00:04:59: Das heißt der Wert sind in dem Fall hundertsechzig Ampere.
00:05:02: so viel Strom darf die Anlage für die Immobilität sich nehmen sozusagen.
00:05:08: Und dann steckt eine intelligente Logik dahinter, welche über einen Mikrocontroller entsprechend den Wallboxen die Restleistung zuteilt.
00:05:16: Das heißt wenn der Braten im Ofen ist an Weihnachten bei allen, dann ist natürlich die Restleitung ein bisschen weniger.
00:05:22: Wenn wir jetzt in der Nacht laden, wovon wir ausgehen – das sind neunzig Prozent der Ladeereignisse – ist es natürlich mehr und bleibt fast alles übrig für die Ladung der Fahrzeuge.
00:05:31: Es bleibt immer genügend Restleistungen, dass am Morgen wir garantieren können, dass die Autos voll sind!
00:05:37: Denn ich selber bin auch Team Elektro und ich weiß unterwegs, auf der Säule steht Vierhundert KW oder so.
00:05:42: Und dann kommen siebenfünfzig raus.
00:05:44: ja und ich hol mir da noch eine Cola.
00:05:45: es ist ein großes Ärgernis dass man die Leistung die man haben möchte unterwegs sehr sehr häufig bei mir in einer Mehrzahl der Fälle nicht bekommt.
00:05:55: Was werdet ihr denn tun wenn ihr das erste mal hört hier im Haus gibt's Unzufriedenheit weil zu viele Leute an der Strippe hängen?
00:06:01: Später könnte das natürlich knapper werden und dann kann man nachsteuern mit einem größeren Haushaltsschluss.
00:06:07: Und ich denke, wenn der Punkt erreicht ist dass wir dann eben an die siebzig Prozent der Ausstattung kommen in der Tiefgarage bis dahin wird auch noch einiges passieren.
00:06:18: also wir gehen schwer davon aus dass dann auch natürlich den Netzausbau nochmal in der Zwischenzeit deutlich vorangegangen sein wird der uns da begünstigt in die Hände spielt.
00:06:28: Ja nochmal danke an dich Nikolas für die kleine technische Demonstration.
00:06:32: Matthias, es war ja sehr lange schwierig bei Eigentumswohnungen überhaupt Strom in den Keller zu bekommen bis der Gesetzgeber mal was geändert hat?
00:06:40: Wie groß ist denn jetzt das Interesse?
00:06:43: Also es ist ein Wertargument wenn ich diese Möglichkeit habe, ist das so?
00:06:47: Das ist ganz klar ein Wert.
00:06:48: argumentes muss man den Eigentümern aber erstmal vermitteln.
00:06:51: Es ist noch nicht bei allen angekommen dass der Mietwert und auch der Immobilienwert steigt, Das Interesse insgesamt in den WEG ist überall da.
00:07:01: Es gibt keine WEG, wo nicht ein Interesse da ist.
00:07:03: Die Umsetzung ist das eigentlich Schwierige?
00:07:06: Da kommen wir sich auch nachher noch drauf.
00:07:07: Direktlichen Wörter sind hoch in der Eigentümergemeinschaft.
00:07:11: Sag euch gleich direkt und spontan!
00:07:13: Also man braucht ja nicht mehr sozusagen eine Einstimmigkeit für diesen Beschluss aber man braucht schon wie du gerade sagst jedenfalls eine einfache Mehrheit.
00:07:21: Scheitert das tatsächlich wenn jemand da unten Strom haben will?
00:07:25: Und das stört die anderen?
00:07:26: Stimmt der Leute
00:07:27: dagegen?!
00:07:28: Dann muss man das ein bisschen differenzieren.
00:07:30: Das Wohnungseigentümergesetz sieht vor, dass es eine privilegierte Maßnahme ist Elektromobilität zu erhalten.
00:07:36: D.h.,
00:07:36: jeder Eigentüma hat das Recht, das zu tun und er kann das beantragen.
00:07:39: Dem muss zugestimmt werden.
00:07:41: Dann kommen wir aber in die Situation.
00:07:42: Sie stimmen dem ersten zu, dem zweiten zu, den dritten zu.
00:07:45: der vierte braucht ein Lade im Management.
00:07:47: Da sehen sie, die Logik funktioniert irgendwann nicht mehr.
00:07:51: Besser ist es von vornherein zu denken Wir brauchen Irgendwann eine Lademanagement und wir müssen die Gemeinschaft dazu bekommen, den Weg mitzugehen.
00:08:02: Dazu gibt es im Wohnungs-Eigentümergesetz erhöhte Anforderungen einer Mehrheit.
00:08:07: Fünfzig Prozent der Mieteigentumsanteile und zwei Drittel aller Stimmen.
00:08:11: Und diese Höhe überspringt man selten oder nur in fünfzig Prozent dieser Fälle.
00:08:15: sagen muss man so.
00:08:16: Ja okay also das ist ungefähr halbe halbe.
00:08:19: Susanne Leiterin der Elektromobilität bei der Bahn und Nova?
00:08:23: Ihr habt inzwischen siebenundvierzig solche, ich sag jetzt mal Tiefgaragenprojekte.
00:08:27: ganz präzise ist das natürlich nicht geschafft.
00:08:31: Scheitert das?
00:08:32: Häufig klingt bei Matthias so also würde das auch häufiger Mal vor die Wand laufen.
00:08:36: Vor die Wand laufen würde ich nicht sagen, aber es ist tatsächlich ein langwieriger Prozess bis wir von der ersten Frage in die Inbetriebnahme kommen.
00:08:43: Weil's häufig so ist das einen Eigentümer anfragt bei der Hausverwaltung und die Hausverwartung dann auf uns zukommt und dann eben wie Matthias gesagt hat Beschlüsse erforderlich sind sodass wir meistens bei der ersten Eigentümever sammlung erstmal Angebote angefragt werden und Förderanträge gestellt werden Und der Beschluss für die Beauftragungen ist häufig erst ein Jahr später.
00:09:05: meistens eineinhalb Jahre vergehen von der ersten Frage bis zur Inbetriebnahme der Ladeinfrastruktur.
00:09:11: Vielleicht kannst du so kurz, das geht diesen Prozess noch mal kurz beschreiben.
00:09:15: also weil viele die uns jetzt zuhören überlegen ja vielleicht ob sie selber solche Angebote machen.
00:09:20: Also wie funktioniert es von Anfang bis zum Ende in der Kurzfassung?
00:09:25: Häufig ist es so dass eine Hausverwaltung auf uns zukommt weil ein Eigentümer oder Mieter angefragt hat, dass er gerne Lade-Infrastruktur in der Wohnung hätte Und dann ist es so, dass wir meistens in die Eigentümerversammlung mitkommen und die Wohnungseigentüma beraten wie so eine Installation aussehen könnte.
00:09:42: Wie der Prozess aussieht.
00:09:44: Gemeinsam mit der Hausverwaltung unterstützen wir bei der Förderantragstellung und die Hausverwartung holt Angebote ein.
00:09:52: Dann vergeht häufig ein Jahr bis wir dann in der nächsten Eigentömerversamlung das Angebot vorstellen, gerne auch noch mal Fragen beantworten und dann geht's in die Beauftragung.
00:10:03: Und wie funktioniert es jetzt für den, der da laden will?
00:10:05: Also das Angebot – wir sind hier auf der Ebene von Immobilien und Verwaltung und Eigentümerversammlung.
00:10:10: Das ist ja die eine Ebene.
00:10:12: aber entscheidend ist was kommt denn für denjenigen raus, der am Ende auch den Strom in der Batterie haben möchte?
00:10:19: Wie funktioniert es für die?
00:10:21: Also wenn installiert wird, dann geht das Laden bei uns ganz einfach.
00:10:24: Das ist auch unser USP wo wir uns gegenüber den Wettbewerbern abheben dass wir keine Betriebsführungsgebühren monatlich verlangen.
00:10:31: also beim Mitbewerb sind es häufig zehn bis zwanzig Euro die man zahlen muss.
00:10:34: und bei uns zahlt man tatsächlich nur für die geladene Kilowattstunde.
00:10:38: Und wir haben ein ganz schönes Medium Man kann einfach mit der eigenen Girocard an die Wallbox gehen Den Ladevorgang freischalten Und dann sieht man, wie viel man geladen hat auf dem eigenen Girokonto beziehungsweise die Abrechnung erfolgt einfach über das ganz normale Giro Konto.
00:10:53: Und wir müssen noch mal deutlich sagen also man zahlt dann keine Grundgebühr sondern man zählt das in dem Moment wo man lädt und wenn man im Urlaub ist und so weiter sind überhaupt gar keine laufenden Kosten sondern nur Kosten in den moment wo man lät.
00:11:05: und es ist im Moment pro Kilowattstunde wieviel?
00:11:07: Das sind mir die frage aller Fragen.
00:11:10: Man zahlt neununddreißig Cent pro Kilovatt Stunde und eine Startgebühr von Neunund dreißig cent Und was uns wichtig ist, dass man mit den Neununddreißig Cent eigentlich unter dem öffentlichen Ladepreis liegt.
00:11:22: Aber natürlich etwas über dem Haushaltsstrompreis weil wir über diese Gebühr natürlich noch die eigenen Erwartungs- und Betriebsführungskosten auch abdecken müssen.
00:11:30: Das heißt wenn wenig geladen wird in der Tiefgarage lehnen wir derzeit bei dem Projekt noch drauf.
00:11:35: Wenn viel geladen werden dann ist es mehr oder weniger Nullsommenspiel.
00:11:38: das heißt mit der Betriebesführung verdienen wir als Badenova nicht wahnsinnig viel Geld.
00:11:44: Ist ein wettbewerbsfähiger Preis, kann man grob so sagen gerade wenn man sich die Ladekosten unterwegs an Ladesäulen ansieht.
00:11:53: Aber welche anderen Kosten kommen denn auf die zu, die da in der Eigentümerversammlung dann die Entschadung treffen müssen?
00:12:01: Die Installationskosten liegen all in bei drei tausend sechshundert Euro bei uns, das heißt pro Eigentümer oder Eigentümerin.
00:12:08: Und die setzen sich so zusammen, dass wir meistens ca.
00:12:11: Tausend Euro fürs Gemeinschaftseigentum verlangen und dann nochmal tausende Euro für die private Installation am Stellplatz und tausen sechshunderte Euro die Wallbox.
00:12:21: Wie wird das im Moment gefördert?
00:12:23: Also was bleibt an dem Hängen wenn du jetzt mal von deinem bisherigen Förderprogramm ausgehst?
00:12:28: Beim Förder-Programm ChargedBW wird eben... Die werden die tausend Euro mit vierzig Prozent gefördert, sodass man dann einfach noch Kosten hat von ca.
00:12:37: dreitausend euro pro Stellplatz.
00:12:39: Also es ist schon eine Investition Matthias und da zucken wahrscheinlich einige?
00:12:44: Ja
00:12:44: definitiv eine hohe Investition!
00:12:46: Da schließt sich der Kreis.
00:12:47: wenn das E-Auto gefördert wird kann man die Rollbox sich einfacher leisten.
00:12:52: Vielleicht kannst du noch mal sagen von der Psychologie, der Eigentümerversammlung.
00:12:57: Wie viele von den Menschen, deren Wohnung ihr verwaltet, wohnen denn selber darin und wie viele investieren sozusagen?
00:13:04: Die eigenlose Quote ist in der Regel bei fünfzig Prozent über einen Euro unseren Verweiter bestand gesehen.
00:13:11: Investieren oder willig zu investieren sind zehn Prozent der Eientümer.
00:13:18: Bei den restlichen muss man Überzeugungsarbeit leisten, also aufzeigen.
00:13:21: als Verwalter.
00:13:22: Das sehe ich auch meine Aufgabe darin welche Vorteile so eine WEG hat was langfristig für Nachteile entstehen wenn nicht die Gemeinschaftlösung gewählt wird und vor allem welchen Wert man auch als Mietwert für Vermieter schafft um bessere Vermietbarkeit zu erreichen langfristige.
00:13:40: Ihr habt siebenundvierzig Projekte.
00:13:41: wie viele Wallboxen stecken jetzt dahinter?
00:13:43: Wie viele Leute laden?
00:13:44: mit eurem Strom
00:13:45: sind ca.
00:13:45: vierhundert Wallboxen installiert, das heißt Matthias hat es ja vorher auch schon gesagt zehn bis zwanzig Prozent der Stellplätze werden in der Regel ausgerüstet und geladen wird aber auch ein bisschen weniger weil viele Leute sich auch eine Wallbox installieren.
00:14:00: mit Blick in die Zukunft.
00:14:01: aber dadurch dass man bei uns ja keine laufenden Kosten hat stimmt man so ein Projekt auch leicht dazu.
00:14:06: Die, die euch beauftragen sind ja normalerweise nicht die, die dann ihr Auto laden sondern das sind zum Beispiel die Hausverwaltung für die Matthias hier steht.
00:14:12: Was sind die wichtigsten Vorteile für diese Zielgruppe?
00:14:17: Also die Haus Verwaltern sind uns meistens sehr dankbar weil wir sie wirklich vom Anfang an vom Prozess an die Hand nehmen.
00:14:23: Wir kommen gerne in die Eigentümerversammlungen und klären alle technischen Fragen aber wir unterstützen auch bei der Förderantragstellung Und was ganz wichtig ist hinten raus dass Sie keinen Aufwand mit der Abrechnung haben Sondern sozusagen alles an die Badenober auslagern können.
00:14:37: Nicolas, was sind die unerwarteten Dinge, die dann passieren können während ihr versucht so etwas vor Ort technisch umzusetzen?
00:14:45: Gute Frage.
00:14:46: Tatsächlich hatte ich immer Glück in meiner Beruf, was es angeht!
00:14:50: Witzigerweise, die Dinge, die schief gehen können tauchen eigentlich schon in einer guten Planung vorher auf.
00:14:58: Das heißt beispielsweise eben einen alten alter Bestand also eine alte Basisinfrastruktur, die schon mal nicht geeignet ist.
00:15:06: Also das sei jetzt baulich in Form von schlechten Wänden, schlechten Durchgangsmöglichkeiten, eine Elektroverkabelung an die man nichts mehr anschließen will oder oder.
00:15:16: oder das sind so diese Altbestandthemen.
00:15:19: oder eben aber auch die natürlich die Leistung, die dann vielleicht am Ende man erwünscht sich dann doch einen größeren Haushaltsschluss bekommt er nicht.
00:15:27: Oder man bekommt bei der beim Netzbetreiber erst mal eine Absage für die Installation weil doch die Leistungen in diesem Abschnitt in der Straße einfach nicht ausreichend ist.
00:15:36: Aber das sind wie gesagt alles Themen, die schon normalerweise in der Planung auftreten.
00:15:41: wenn wir dann installieren, Klar, dass es dann alles funktioniert außer Kleinigkeiten eben.
00:15:48: Ja kann ich vielleicht noch ergänzen Themen auf die wir immer wieder stoßen das Einzelne sich schon in Wallbox installiert haben in der Garage und dann heißt es meistens, dass wir die Wallbox zurück bauen müssen weil sie in unser bestehendes System ins dynamische Lastmanagement nicht eingebunden werden kann oder auch die Abrechnung nicht funktioniert und das führt natürlich erst mal ein bisschen zu Unmut bei dem Eigentümer der schon installiert hat.
00:16:09: Susanne, ihr bietet das allerdings nur hier in Bad Wünnenberg auch anderen Stadtwerken an so als Weitlabel.
00:16:14: Man könnte das bei euch kaufen.
00:16:16: Lohnt sich das dann auch noch wenn ich als Stadtwerk es über euch machen lasse?
00:16:21: Genau also wir bieten gerne auch kleineren Stadtwerke in der Region an weil wir festgestellt haben dass es doch ein relativ komplexes Produkt ist wo kleinere Stadtwerker meistens nicht die Kapazität haben das zu bedienen für die Kundinnen und Kunden.
00:16:33: Wir bieten sozusagen die Installation als Generalunternehmer an, überlassen aber den Stadtwerk, die Kundensprache zu machen oder die Rechnungsstellung und machen einfach alles dazwischen.
00:16:42: Und das Stadtwerk wird dann für die Liedweitergabe entlohnt sozusagen und bekommt einen Teil von unserer Projektmarge.
00:16:48: Aber das Projekt freundt sich für uns natürlich trotzdem.
00:16:51: Wenn jetzt andere Stadtwerke nicht nur in Baden-Württemberg sondern egal wo wenn jetzt auch Menschen wie Matthias, die Immobilien verwalten überlegen, wie sie eine gute Lösung hinbekommen.
00:17:04: Was sind deine wichtigsten Tipps?
00:17:07: Also in erster Stelle würde ich sagen Einfachheit weil es ist doch ein relativ komplexes Produkt und das immer gut wenn man eine Lösung hat, die der Kunde versteht.
00:17:15: Der zweite Aspekt ist, dass wir gerne immer von Anfang an eine Gemeinschaftslösung denken.
00:17:21: Das heißt wenn man an so ein Projekt rangeht, schaut das man die komplette Garage schon so ausstattet, dass auch jeder zukünftige Nutzer eine Wallbox bei sich installieren kann.
00:17:30: Matthias, was ist dein Tipp denn?
00:17:32: Also du klangest so als wärst, würdest du manchmal auch Ertäuschungen erleben, nämlich wenn der Eigentümergemeinschaft sich dann dagegen entscheidet.
00:17:39: Was ist denn da ein wichtigster Tipp um solche Projekte... auf freundliche Art und Weise voranzubringen.
00:17:47: Eine gute technische Planung, sodass man den Leuten erklären kann was passiert ist sehr wichtig da es Badenova wirklich vorbildlich.
00:17:57: zweitens man muss die Leute mitnehmen man muss ja Überzeugungsarbeit leisten dann muss erklären welches sind die Konsequenzen wenn sie den Weg nicht mitgehen?
00:18:06: diese Einzellösungen führen zu einer Katastrophe mittelfristig und Wenn Sie das kapiert haben sind sie auch bereit die Mehrheiten zu schaffen, aber Förderprogramme sind immer noch wichtig.
00:18:18: Man sieht, Förderprogramme befeuern dieses Thema immer und wenn man Geld vom Staat bekommt fällt es leichter.
00:18:24: Was muss denn passieren über Förderprobleme hinaus damit das Thema in den nächsten Jahren richtig Fahrt aufnimmt?
00:18:30: Der Kunde der Endkunde muss Elektroautos wollen und dann entsteht die Nachfrage automatisch in den Garagen.
00:18:39: Aber die Hälfte der Wohnungen, die du verwahlst sind vermietet.
00:18:42: Dass ich für neun dreißig Cent in der Tiefgarage laden kann ohne Probleme könnte ja auch bei der Entscheidung fürs nächste Auto ein Grund an elektrisches zu
00:18:53: nehmen oder?
00:18:54: Definitiv!
00:18:55: Also wenn die Möglichkeit da ist, falls einfach ein Elektroautomobil sich anzuschaffen.
00:19:00: Ein bisschen ein hämmerer Thema wie immer bei der Elektromobilität aber es könnte sein das Lösung wie ihr sie anbietet auch dazu beitragen Elektromobilität Deutschland zu pushen.
00:19:12: Ich denke über die Zeit werden auch die Installationskosten noch runtergehen, das ist auf jeden Fall wichtig damit man natürlich die Masse der Eigentümer und Eigentümarinnen erreicht.
00:19:20: aber ich denke jetzt muss einfach die Nachfrage kommen.
00:19:22: also die Leute müssen in die Push'n kommen und auf elektrische Mobilität umsteigen
00:19:28: Und dazu müssen vielleicht noch etwas günstiger Autos kommen und vielleicht kommen sie nicht aus China sondern tatsächlich aus Deutschland.
00:19:33: Es gibt noch viel zu tun.
00:19:34: Ihr könnt letztendlich den Leuten nur Strom geben und das vergleichsweise kostengünstig tun.
00:19:39: Herzlichen Dank für das Gespräch hier in der Tiefgarage, in Freiburg!
00:19:46: Und viel Erfolg für eure weiteren Projekte!
00:19:48: Ja danke auch!
00:19:49: Vielen Dank!
00:19:51: Danke auch wieder!
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