Unter Strom! Osnabrücks E-Bus-Flotten
Shownotes
Volle Ladung Zukunft! In dieser Folge von „Im Fokus“ macht Stefan Lennardt Halt in Osnabrück – und blickt hinter die Kulissen eines echten Vorreiters der kommunalen Verkehrswende. Im Mittelpunkt steht die E-Bus-Flotte der Stadtwerke Osnabrück, die mit inzwischen 81 Elektrobussen und einer E-Bus-Quote von 94 Prozent zeigt, wie der emissionsfreie Nahverkehr im Alltag erfolgreich funktioniert. Gemeinsam mit Tanja Stiegel (Geschäftsführerin von SWO Mobil), Thomas Neuhaus (Experte für Fahrzeuge und Ladegeräte) und Fahrschulleiter Jürgen Liening-Ewert, geht er der Frage nach, wie der radikale Umstieg vom klassischen Diesel zur modernen Batterie-Elektromobilität strategisch, technisch und menschlich gelingt. Die Experten erläutern das enorme Potenzial eines Querverbundunternehmens, um Energievertrieb, Netze und Verkehrsbetrieb unter einem Dach zu vereinen und ein funktionierendes Gesamtsystem auf die Straße zu bringen.
Haben Sie Fragen, Feedback oder Themenvorschläge? Kontaktieren Sie uns per E-Mail unter redaktion@zfk.de oder über unsere LinkedIn-Seite. Verpassen Sie keine Episode von "ZfK im Fokus"! Abonnieren Sie uns auf Spotify, Apple Podcasts oder Ihrer bevorzugten Podcast-Plattform.
Transkript anzeigen
00:00:03: Im Fokus der ZFK Podcast.
00:00:10: Herzlich willkommen zu einer neuen Episode von ZFk im Fokus, heute aus dem schönen Osnabrück in der Staffel-Mobilität.
00:00:18: Gucken wir auf Zukunftsprojekte und Best Practice aus der kommunalen Welt!
00:00:22: Ich bin Stefan Lennart, der Podcast Host.
00:00:25: Und wer mir hierzu hört weiß schon ich
00:00:27: fahre sehr
00:00:28: gerne
00:00:29: Bus
00:00:30: ein unverzichtbares Verkehrsmittel für mich weil ich überall in Deutschland unterwegs bin.
00:00:35: Man sieht dabei so viele interessante Leute und lernt man ja auch kennen.
00:00:39: Eigentlich auch heute hier, die Stadtwerke Osnabrück gehören in Deutschland zu den Vorreitern bei der Elektrifizierung des Nahverkehrs.
00:00:47: mit inzwischen einundachtzig voll elektrischen Bussen das ist eine Ebusquote von ninety-vier Prozent zeigt aus Nahrbrück wieder Umstieg auf klimafreundliche Mobilität im Alltag funktionieren kann.
00:01:01: Und natürlich tauscht man nicht einfach nur den Diesel gegen die Batterie aus, sondern es hängt wahnsinnig viel an dieser Umstellung.
00:01:07: wieviel und was?
00:01:09: das bespreche ich hier mit meinen Gastgeberinnen.
00:01:13: Tania Stiegeler Geschäftsführerin bei SWO Mobil.
00:01:16: kannst du uns kurz sagen was wir hier sehen wo wir stehen?
00:01:19: Ja sehr gerne!
00:01:19: Wir stehen in unserer Bushalle wo unsere E-Busse Zu Hause sind.
00:01:25: Also, ein Achtzig Busse.
00:01:27: im Moment sind noch einige unterwegs aber hier wird schon vorbereitet und geladen für den nächsten Tag.
00:01:30: Wir treffen uns hier gerade an einem ganz normalen Nachmittag.
00:01:33: Die Halle ist ordentlich groß.
00:01:34: Osnabrück ungefähr hundertsiebzig tausend Menschen.
00:01:37: Tanja ist nicht die einzige dem ich heute begrüßt sondern wir haben noch zwei fachlich versierte Kollegen dabei.
00:01:43: Ich bin der Thomas Neuhaus Und wir können uns mit meinen Team komplett um die Fahrzeuge und um die Ladegeräte.
00:01:50: Genau, mein Name ist Jürgen Leningewirt.
00:01:51: Ich leite die Fahrschule und bin verantwortlich für die Aus- und Weiterbildung von unseren Fahrern.
00:01:55: Ich
00:01:55: habe im Rahmen dieser Staffel hier schon Wuppertal besucht wo es eine ordentlich große Flotte von Wasserstoffbussen gibt.
00:02:03: ihr habt euch für die Batterie entschieden.
00:02:06: kannst du kurz sagen Tanja was der Hintergrund dafür war dass ihr auf diese Form von moderner Mobilitätssitz.
00:02:13: Wir sind natürlich, dass wir uns schon seit dem Jahr hier angefangen haben, Gedanken zu machen.
00:02:18: Welche Richtung wird sich Mobilität entwickeln?
00:02:20: Wir hatten im Jahr die ersten E-Busse im Jahr den Midi Busse und sind in der Mitte des Jahrhundertes im Jahr auch tatsächlich mit einem Projekt neue Mobilität angefangen.
00:02:28: Wir haben uns wirklich strategisch überlegt wie wollen wir davor gehen.
00:02:31: Wir definierten die Anforderungen aus dem Jahr zum Jahr, um dann sukzessive hinzugehen und zu sagen okay wir müssen unsere Flotte sowieso erneuern.
00:02:38: das heißt wir hatten diese Busse die halt ausgemust dort waren und die wir erneuern mussten und haben gesagt, okay jetzt gehen wir auf die Elektromobilität.
00:02:46: Wir hatten das Glück.
00:02:47: im Nachverkehrsplan in Stadt- und Landkreis war es halt auch niedergeschrieben festgelegt dass wir alternative Antriebsformen uns überlegen müssen bzw.
00:02:54: uns dem stellen sollen und uns damit beschäftigen.
00:02:58: Außerdem das Glück gehabt, dass wir als Querverbund unternehmen, was wir dann zu dem Zeitpunkt waren gesagt haben.
00:03:02: Wir können es gemeinsam mit den Partnern hier im Unternehmen.
00:03:04: Das heißt, wir sind ein Stadtwerk und haben Energievertrieb dabei.
00:03:07: Wir haben die Netze dabei.
00:03:11: Straße am Ende des Tages bringen.
00:03:14: Das ist natürlich auch dazu gehört, dass die Stadt aus Nürburgring natürlich mitgezogen hat.
00:03:17: das heißt wir haben Entwänden gebaut und die Infrastruktur aufgebaut.
00:03:20: Es ist ein umfassendes System was wir jetzt erschaffen konnten.
00:03:24: Wir laufen ja gerade zwischen den Busen noch so ein bisschen durch.
00:03:28: Damals war das irgendwie klar.
00:03:29: also ihr habt es hier in den ersten Elektrobus in Betrieb genommen.
00:03:34: Welche Alternativen hätte es denn damals für euch noch gegeben?
00:03:38: Tatsächlich wäre das einzige.
00:03:39: Wir haben überlegt, ob wir auf dem Hybrides-System erst noch gehen?
00:03:41: Wir haben uns dann tatsächlich für voll elektrisch auch entschieden.
00:03:44: Wasserstoff war tatsächlich keine Option für uns!
00:03:47: Wir haben das geprüft intern, haben aber dann schnell entschieden... ...wir gehen auf die Elektromobilität und haben dann halt auch das Vollsystem, weil wir mit unseren Partnern hier im Unternehmen einfach die Unterstützung hatten.
00:03:57: Und unsere Strategie tatsächlich dann darauf ausgelegt haben.
00:04:01: Das ist der Weg, den wir jetzt wirklich
00:04:02: auch gehen wollen.
00:04:03: Bist du froh, dass ihr sofort voll elektrisch gemacht habt?
00:04:07: Du nix schon dazu, also du bist froh warum?
00:04:10: Also wir sind sehr froh dass wir es gleich voll elektrisch gemacht haben.
00:04:12: Wir haben ein System über alle Busse halt wirklich inkludieren können.
00:04:15: das heißt wir arbeiten mit dem Pantographen, wir haben auch keine Steckerladung hier auf den Betriebshof integriert sondern wir arbeiten immer im Pantografen und das heißt wie am Einsystem und wir können darauf konzentrieren dieses System am Laufen zu halten!
00:04:27: Wir haben zwar verschiedene Anbieter also das heißt die haben zwei Markenmodelle bei uns im Unternehmen.
00:04:33: also das heisst wir haben einmal die VdL-Busse Nichtsdestotrotz machen wir die gleiche Ladsmöglichkeit oder das gleiche Ladesystem.
00:04:41: Du könntest es, aber wir fragen uns trotzdem den Techniker was ist ein Pantograf in der Falle?
00:04:44: Ich bin nämlich auch schon getappt obwohl ich dachte ich geh mich aus!
00:04:46: Der Pantograph ist ja Stromabnehmer.
00:04:48: Irgendwie müssen wir dann die Strom in die Batterie reinbekommen und das machen wir mit einem Stromabnehmner, der bei uns oben auf dem Fahrzeugdach sitzt und nach oben in die Laderhaube geht und darüber geladen wird das Fahrzeug.
00:04:59: Was sind denn die großen Herausforderungen gewesen, die ihr beim Aufbau dieser jetzt hier ganz beeindruckenden Flotte, wie sie so steht?
00:05:06: Was waren die größeren Herausforderungen, die Ihr hattet.
00:05:08: Was für alle wichtig ist, Förderung und die Finanzierung dieses Systems.
00:05:13: natürlich ein unfassbar großes Investment, was wir hier getätigt haben.
00:05:18: Aber natürlich da wir auch relativ zeitnah waren das Glück dass wir halt viele Förderungen vom Bund und Land bekommen haben Auch für den Umbau dieses Betriebshofes.
00:05:26: Wir mussten die Stromabnehmer ja auf dem Betriebshof alle anbringen Und wir mussten unsere Infrastruktur draußen in der Stadt anbringen und unsere Werkstatt noch umbauen.
00:05:35: Das heißt wir haben dann natürlich Förderung bekommen und Finanzierung relativ gut gewuppt bekommen, das ging.
00:05:45: Was wichtig ist, dass wir alle an einem Streng gezogen haben.
00:05:47: Die Mitarbeiter müssen mitziehen und die Werkstatt muss mitziehen.
00:05:50: für sie war es der größte Change Und aus meiner Perspektive halt tatsächlich ja, wir müssen erstmal die Sicherheit haben von unserem Eigner.
00:05:56: Also auch der Stadt Osnabrück, dass wir das halt auch umsetzen können.
00:05:59: Was kostet so ein Bus ungefähr?
00:06:00: Kann man am Internet recherchieren.
00:06:01: Achtundfünfzigtausend
00:06:03: Euro im Gelenkwagen und Solo waren so um die sechshundertsechsunddreißigtausende.
00:06:08: Und nochmal zum Mitschreiben für alle wenn man das jetzt als Diesel hätte wäre der Preisunterschied nicht ganz unerheblich.
00:06:13: Ich
00:06:13: denke mal sechzig Prozent davon.
00:06:15: Also das ist eine ganze Menge Geld.
00:06:17: und die Fördermittel, es ist schon sehr erheblich.
00:06:19: Man kann das auch auf eurer Internetseite sehen, sofern kannst du das sagen?
00:06:23: Einige Millionen auch an Fördermitteln bekommen.
00:06:25: Vielleicht kannst du noch mal kurz sagen, wie das lief?
00:06:27: Wir haben ja neunzehn neue Mercedes-Busse bekommen jetzt im jetzigen Zeitpunkt.
00:06:31: Da haben wir fünffünfzig Prozent Förderung vom Bund und Land bekommen.
00:06:34: Ansonsten wäre es halt auch für den Stadtwerk einfach nicht realisierbar oder für ein Verkehrsunternehmen nicht realiserbar.
00:06:39: Wir haben eben gehört von Thomas, dass wie viel das ausmacht einen Elektrobus im Gegensatz zu einem Dieselbus Das könnte halt eine Unternehmen nicht finanzieren ohne dass es Förderungen gibt.
00:06:47: Also jetzt aus deiner Perspektive als Geschäftsführerin Wie verändert denn diese Umstellung in Betrieb Das Unternehmen insgesamt, das ist ja schon eine große Geschichte.
00:06:56: Ja tatsächlich also das ist wirklich ne große Geschichte.
00:06:59: wir haben jetzt einen Ebus Alltag hier für alle Mitarbeitenden und für den Betrieb.
00:07:06: Wir haben von der Einsatzplanung über die Werkstatt über die Mitarbeiter wie gesagt da kann Jürgen gleich auch noch was zu sagen.
00:07:12: aber wir alle müssen uns ja ein erneues System gewöhnen auf der Strecke überlegen, wann laden denn unsere Busse und wann haben unsere Mitarbeitenden nachher Pause.
00:07:23: Das Schöne ist aber auch tatsächlich in der Stadt aus Nahrbrück.
00:07:26: es wird so schön wahrgenommen.
00:07:27: das heißt wenn ich jetzt heute mit dem Fahrrad an der Stadt unterwegs bin und ich sehe halt die E-Busse durch die Stadt fahren habe sauberes Gefühl einfach auf, wenn ich als Radfahrer hinter einem E-Bus unterwegs bin.
00:07:39: Und ich glaube das merken halt auch die Bürger in der Stadt Osnabrück.
00:07:42: Das heißt wir haben eine Hasenstraße, da fahren fast neunzig Prozent, fast hundertprozent unsere E-Boos sind nur noch durch und das ist mitten in der Innenstadt und ich glaube dass es ein E-boosalltag, ein Ebusgefühl was wir halt wirklich alle merken von Mitarbeitenden bei der SWO Mobil bis halt auch Menschen, die halt an der Stadt
00:07:59: unterwegs sind.
00:08:01: Thomas Wiewald kommt denn so ein Bus mit so einer Ladung?
00:08:02: Er sagt, ihr habt doch Infrastruktur in der Stadt.
00:08:04: Was brauchst du denn für eine Infrastruktur an der Stadt?
00:08:07: Ja, das mag jetzt für den einen oder anderen etwas überraschend sein.
00:08:10: Wir können mit unseren Fahrzeugen oben die Hundertzwanzig Kilometer fahren und mehr schaffen wir gar nicht.
00:08:14: Weil wir recht Pioniere waren damals und wir mussten auf kleinere Batterien gehen von einem Gewicht, der sonst hätte nur so viele Fahrgäste im Gelenkwagen nicht mehr mitgekriegt.
00:08:24: Deswegen nur so um die Hundertzwanzig Kilometer und deswegen sind wir froh, dass wir an den Endhaltestellen nachladen können.
00:08:29: Wie
00:08:29: unterscheiden sich denn die Betriebskosten von einem elektrisch betriebenem Fahrzeug gegenüber dem eines klassischen Diesels?
00:08:36: Also das zahlt sich gerade aus, dass Sie mit Strom fahren weil Strom günstiger ist als Diesel.
00:08:42: Und ich habe mal eine so grob für mich umgerechnet.
00:08:45: Früher haben wir beim Diesel-Gelenkbus so fünffünfzig Liter Diesel gebraucht, für hundert Kilometer.
00:08:51: heute sind es umgerechnete zwanzig Liter Diesel die wir brauchen.
00:08:53: also das ist schon der Menge die man da einspart.
00:08:56: gerade Wenn
00:08:56: wir jetzt mal hier so ein Gelenk Bus nehmen wie groß ist die Batterie?
00:08:59: Man kennt das als Autofahrer ja, wieviel Kilowattstunden passen da rein?
00:09:01: Neulich war ich auf dem Schiff.
00:09:02: Das war sehr beeindruckend.
00:09:03: Wie viele Kilowatts Stunden kann so einen Gelenkkurs an Bord nehmen?
00:09:07: Auf unseren passenden Momenten sind nur hundred und achtzig Kilo Wattstimmen.
00:09:10: Okay, das ist das Doppelte von einem großen Pkw.
00:09:13: Deshalb hundertzwanzig Kilometer und wie viel Kilowattstunden verbraucht ein solcher Bus ungefähr auf hundert Kilometer?
00:09:20: So einen Kilometer pro Stunde pro Kilometer.
00:09:23: Ja, also Hundert neunzig?
00:09:24: Da hätte man beim Auto große Sonne.
00:09:26: aber es ist ja auch ein großer Bus und das haben viele Menschen damit.
00:09:28: Gut
00:09:28: dann können wir ungefähr ausrechnen wenn ich zwanzig Liter Diesel bräuchte ungefähr vierzig Euro auf hundert Kilometer für den Bus und bei euch jetzt hier sind es dann ungefähr auf die Hälfte.
00:09:38: Ja genau, so ungefähr auf der Hälfe, so auf den neunzehn Euro kommen wir ungefähr
00:09:43: hin.
00:09:43: Wie viele Buskilometer werden denn in Osnabük im Jahr gefahren?
00:09:46: Das weißt du ungefähr!
00:09:47: Wir fahren rund about fünf Millionen Kilometer im Jahr mit den Elektrobussen.
00:09:53: Und wie Thomas gerade gesagt hat, ist natürlich schon wirklich ein finanzieller Faktor.
00:09:58: Wir sparen jetzt mit unserer E-Mobilität natürlich im Gegensatz zu den herkömmlichen Dieselbussen.
00:10:03: Wir können hier gerade sehr schön von oben auf unsere Fahrzeuge schauen und man sieht eben so dass heute auf diesen Fahrzeugen auf dem Dach alles passiert.
00:10:10: Man sieht vorne in Pantographen die Batteriepakete, die Klimaanlage wieder ein Batterie Paket und dann wieder die Klimaanlage.
00:10:18: Und so mussten wir zum Beispiel hier eine Werkstatt auch unheimlich viele Dararbeitsstände reinbauen, sodass wir von oben die Fahrzeuge warten können.
00:10:27: Was wir hier machen?
00:10:27: Wir machen eigentlich alles!
00:10:28: Es gibt nichts was wir nicht in der Werkstatte machen.
00:10:31: also wir versuchen uns an allen Sachen, wir bauen alles auseinander prüfen alles, warten alles.
00:10:38: Du sagst, ihr seid auch nicht angewiesen jetzt auf groß die Hersteller und so weiter.
00:10:41: Sondern ihr seid dann inzwischen in der Zeit angekommen wo alles alleine kommt?
00:10:45: Ja genau!
00:10:46: In einer Gewährleistungsphase.
00:10:47: ja klar da sind wir noch an den Herstellern gebunden.
00:10:49: Da kommen wir ja nicht drumherum ist es auch ganz gut so.
00:10:51: aber das ist dann meistens auch eine Lehrenphase wo wieder mit den Herstellern unsere Mitarbeiter in Gemeinschaften eigentliche Arbeit zusammenarbeitet eben lehrend und solche Sachen.
00:11:01: Das ist auch gut so und haben wir viele Erfahrungen gesammelt mit dem Thema.
00:11:04: Das große Problem der deutschen Autoindustrie ist ja, dass diese ganzen elektrischen Fahrzeuge technisch relativ einfach sind.
00:11:13: Ist das was, wovon ihr profitiert?
00:11:18: Dass sie nicht mehr ständig mit Motoren zu tun
00:11:20: habt?
00:11:22: Ja klar!
00:11:24: Der Dieselmotor ist weg.
00:11:25: Ölwechsel wird nicht mehr mal und Ventile werden auch nicht mehr eingestellt.
00:11:28: aber ich sag mal die Hochwolltechnik in den Fahrzeugen, das ist schon eine Herausforderung heute für eine Kfz-Werkstatt vom Ausbildungsstand, man muss die Mitarbeiter entsprechend schulen.
00:11:37: Man muss in entsprechende Vorbereitungen treffen und es ist natürlich auch viel gucken, messen, Schallpläne lesen, neue Technologien mit Software umgehen können und so was.
00:11:50: also das ist schon eine Herausforderung heute auch schon
00:11:53: ja.
00:11:53: Also eigentlich hat sich's ja verlagert denn dass ausmachs in dem Fahrzeuger heute digitalisiert sind ich kenne nur vermagenden Auto aber das stelle ich mir jetzt vor ist auch im Bus doch wahrscheinlich das Hauptproblem.
00:12:06: Also ich würde immer sagen, das Ding bleibt ja nicht liegen weil es dem Motor schlecht geht und was ein Software-Problem gibt, dass jetzt sofort gelöst werden
00:12:12: muss.
00:12:12: Richtig!
00:12:13: Entweder ein Software Problem oder eine Sensorik die gerade nicht so richtig funktioniert.
00:12:16: Und ja klar, dafür haben wir eben unsere Werkstattmannschaft hat, die dann auch im Notfall nach draußen fahren und dann vor Ort direkt reparieren und sodass das Fahrzeug wieder reinfahren kann und wir dann eben hier weiter schauen können, was los ist?
00:12:28: Wenn du Thomas jetzt die alte Welt und die neue Welt mal miteinander vergleichst, welche war denn unterm Strich die Pannen anfälligere?
00:12:35: Die sind beide identisch.
00:12:38: Also wir haben wirklich keinen Unterschied festgestellt zwischen Diesel oder Elektromobilität, also Ausfallquote ist bei meinem System identisch gewesen weil Türen und Säure sein das ist ja alles identisch geblieben.
00:12:49: das hat sich ja nicht verändert und die anfälligste Baugruppe sind halt die Fahrgast-Türen.
00:12:54: es ist so
00:12:55: Und die Menschen, die hier arbeiten – und damit können wir gleich mal zu Jürgen kommen, der sich vor allem mit Menschen in Ausbildung dem Mindset auch hier beschäftigt.
00:13:06: So dann ist es einerseits für die Ausbildung jetzt der Fahrerinnen-Fahrer zuständig aber auch für die Entwicklung von Menschen insgesamt jetzt hier für diesen Bereich.
00:13:15: Was waren die größten Aufgaben?
00:13:17: Was musste Studio überlegen für diese Umstellung auf Elektromobilität?
00:13:22: Die Herausforderung, die wir da hatten war wie befahre ich denn jetzt auch nicht mehr?
00:13:26: grundsätzlich ist das erst mal ein Bus.
00:13:28: Ein Glenkbus oder einen Solo-Bus je nachdem.
00:13:31: also das war kein Problem aber die Technik war halt jedes Auto fährt sich eben ein wenig anders.
00:13:38: Die Fahrzeuge werden moderner Assistenzsysteme wurden verbaut dass wir bei unseren älteren Dieselfahrzeugen früher ja so gar nicht hatten.
00:13:44: die wir dort hatten, ja und jetzt kam halt eben ganz was Neues.
00:13:51: Da waren andere Knöpfe da dran wenn ich sonst Fahrzeug den Motor starten wollte oder den Elektromotor aktivieren wollte.
00:13:56: das dauerte schon mal eine Zeit lang bis er dann letztendlich so hoch gefahren war.
00:14:00: Das geht nicht also zack und jedenfalls nicht bei einem VDL-Fahrzeug.
00:14:03: Es dauerte halt eine halbe Minute, dreißig Sekunden ungefähr aber wesentlich anders als wird das sonst so von unseren privaten Autos Dieselmotoren oder Fahrzeugen mit Elektromoto.
00:14:13: auf einen Pickersway wird es halt eben kannten Und wenn ich das anders mache, nicht diesen besagten Weg.
00:14:20: Dann wollte das Auto natürlich so nicht!
00:14:21: Da kam sofort dann die Fehlermeldung und wir mussten halt eben die Fahrerschaft erst mal dafür zu sensibilisieren.
00:14:27: Na ja, das ist so ein Auto, damit fahre ich dann.
00:14:30: Also fahren lassen sich die Fahrzeuge prima.
00:14:34: Es klingt alles so flauschig und geschmeidig.
00:14:36: aber die, die uns zuhören möchten doch auch wissen wo jetzt bei diesem, es ist ein Change-Prozess neudeutsch gesagt Wo die Schwierigkeiten bei dieser Umstellung letztendlich doch lagen, es muss welche gegeben haben.
00:14:50: Wir merken das mittlerweile natürlich auch mit der E-Mobilität.
00:14:53: wenn wir so wie letztes Jahr einen sehr langen Winter hatten dass wir dann schon denken unsere Batteriekapazitäten lässt nach.
00:15:00: darauf müssen wir uns natürlich einstellen und da müssen wir natürlich schauen haben wir Reservefahrzeuge die wir dann halt in den Umlauf geben können?
00:15:06: oder was tun wir denn?
00:15:08: weil das ist anders als beim Diesel Bei Kälte reduziert sich die Batteriekapazität deutlich und das müssen wir euch natürlich berücksichtigen.
00:15:17: Und wir müssen natürlich auch die Fahrweise der Kolleginnen und Kollegen dann berücksichten, weil wie Jürgen immer erzählt hat, der Energie sparen ist fahren üben wir regelmäßig aber natürlich ist es halt bei einem E-Bus elementar wichtig dass wir natürlich auch danach gucken wie hoch ist die Kapazität.
00:15:32: Wir haben eine Leitstelle, die kann aber auch schauen.
00:15:34: Das ist der große Vorteil wie hoch es die Kapazität zum Beispiel eines Buses ist.
00:15:39: und wenn sie halt merkt okay da geht die Ladung halt auf dreißig Prozent runter dann kann auch die Leitstellen schon eingreifen und den Kollegen anfangen und sagen Wir nehmen dich jetzt vom Umlauf, wir schicken Reservefahrzeug wenn es die Möglichkeit gibt.
00:15:51: Das ist natürlich so dass wir da natürlich schauen müssen okay wie geben wir damit um?
00:15:55: Beim Diesel habe ich den ganzen Tag im Zweifel nichts gehört.
00:15:58: Ihr habt aber nicht nur intern kommuniziert sondern ihr wusstet müsst ja in irgendeiner Form auch die Stadt mitnehmen.
00:16:04: Also wir haben uns natürlich auch bemüht, möglichst alle Interessensgruppen mit an Bord zu holen.
00:16:08: Wir haben die Feuerwehr eingeladen weil wir mussten ein neues Havariekonzept einfach entwickeln.
00:16:12: Was passiert denn wenn E-Bus brennt?
00:16:14: Das heißt wir haben mit den Feuerwehren wirklich geübt hier vor Ort und haben Havariplätze uns gesucht wo wir die Fahrzeuge dann noch hinschleppen können falls einem Bus mal brennen sollte.
00:16:23: Und natürlich haben wir aber auch versucht in der Stadt die Menschen dafür zu begeistern.
00:16:28: Wir machen eine Bushule, bringen aber auch die Menschen zusammen und sagen okay wenn sich das jemand anschauen möchte Wir haben die erste Fahrt zelebriert draußen in der Stadt.
00:16:37: Das heißt, wir bringen natürlich auch die Interessensgruppen zusammen und versuchen den Menschen diesen Antrieb näherzubringen und unseren Busse auch näher zu
00:16:45: bringen.
00:16:46: Laden denn die Busse wenn sie draußen unterwegs sind um ihre Tageskilometer zu schaffen?
00:16:51: Und wie viele von diesen Ladestationen musstet ihr denn bauen in der Stad?
00:16:54: Also wir haben insgesamt neunzehn Ladepunkte gebaut in der Stadt, meistert immer doppelt an einer Endhaltestelle und wir laden da so um die bis zu zehn Minuten mehr nicht.
00:17:05: Also dann wird wieder nachgeladen und dann haben wir genug Power, dass wir wieder zur nächsten Ladestation hinkommen Und auch Reserve natürlich.
00:17:13: Man wird immer mit dem Auto gefragt, wie lange dauert das bis der Vollwind sagt?
00:17:16: Man trinkt nur einen Cappuccino und geht kurz aufs stille Örtchen dann fahre ich einfach weiter.
00:17:21: Und ungefähr so funktioniert es bei euch auch.
00:17:22: man muss von einer Enthaltestelle zur nächsten kommen.
00:17:25: Ja, ist richtig.
00:17:26: Aber ich muss auch dazu sagen wir laden nicht wie eine Autobahnraste mit twenty-fünf KW oder solche Sachen sondern wir ladet bis zu dreihundert KW.
00:17:34: also das ist schon ein Hausnummer größer.
00:17:36: also wenn es dann auch Schnellladung und deswegen haben wir erreichen wir auch diese zehn Minuten.
00:17:44: Wie lange halten denn diese Batterien nach eurer Erfahrung wirklich?
00:17:49: Also das ist eine spannende Frage gewesen.
00:17:51: Ist es auch für uns, als wir die Technikgespräch hat mit VDL?
00:17:57: Wir haben im siebten Betriebsjahr mit den Fahrzeugen so knappe vierhunderttausend gefahren und sind jetzt angefangen bei den ältesten Fahrzeuge die Batterien auszutauschen.
00:18:08: Wir kriegen statt der Hundert-Achzig KW auf dem Dach haben dadurch natürlich noch ein bisschen Reichweitenerhöhung auf... auf... ...undert, zwanzig, hundertdreißig und vierzig Kilometer müssen wir mal gucken.
00:18:21: Aber man muss auch dabei sagen bei gleichen Bauraum, bei gleichem Gewicht.
00:18:24: Also es wird nicht schwerer das Fahrzeug oder wir brauchen doch nicht mehr Bauraume.
00:18:27: also die Batterietechnologie hat sich so weiterentwickelt dass wir größere Batterien im gleichen Bauräumen reinsetzen können.
00:18:34: aber wenn ich die sieben Jahre durchrechne und die sechstiertausend Kilometer dir gesagt habe so vier fünf hunderttausende Kilometer fährt seine Batterie?
00:18:39: Ja genau!
00:18:39: die konnten wir da schön locker mitfahren.
00:18:41: Für die, die sich diese Episode anhören und selber in der Situation sind bei der Elektrifizierung ihrer Flotte voranzutreiben oder zu planen... Thomas was ist das Wichtigste, was andere Stadtwerke von euch lernen können wenn sie selbst solche Projekte jetzt
00:18:57: starten?
00:18:58: Das wichtigste ist erstmal dass alle Mitarbeiter das Thema annehmen und darauf Spaß haben, Bock haben so etwas anzunehmen.
00:19:06: Wer gerne uns hier anschauen will, wie wir das gemacht haben, kann gerne vorbeikommen.
00:19:11: Das ist eine schöne Einladung.
00:19:11: Tanja aus deiner Perspektive!
00:19:13: Dass die Menschen wichtig sind und der interne Change ist klar.
00:19:16: was darüber hinaus müssen deine Kolleginnen und Kollegen die solche Unternehmen auch leiten beachten wenn sie in solche Projekte
00:19:21: starten?
00:19:21: Also ganz klar eine klare Entscheidung zu treffen wirklich dieses System umsetzen zu wollen und aber auch einen langen Atem zu haben das dann auch durchzuziehen am Ende des Tages Und ich muss es da auch nochmal betonen tatsächlich auch die Menschen mitzunehmen.
00:19:33: Gut ich danke euch sehr herzlich für die Gastfreundschaft und war dahin viel Erfolg für die Elektrifizierung und den Betrieb hier in Osnabrück.
00:19:41: Und nochmal vielen Dank für die Einladung, die an alle da draußen geht.
00:19:45: Sich das hier auch gerne so wie ich heute anzusehen hat mir viel Freude
00:19:48: gemacht.
00:19:48: Vielen
00:19:50: Dank!
Neuer Kommentar