Multimodal in die Zukunft in der Region Rostock
Shownotes
In dieser Folge von „Im Fokus“ macht Stefan Lennardt Halt in Rostock – und blickt hinter die Kulissen eines wegweisenden Modellprojekts für die regionale Verkehrswende. Im Mittelpunkt steht das Projekt „Mirror“ (mehr klimafreundliche Mobilität zur Stärkung der Partizipation und Inklusion in der Regopolregion Rostock) des Verkehrsverbundes Warnow (VVW), das zwischen 2022 und 2024 mit rund 30 Millionen Euro gefördert wurde und 63 Einzelmaßnahmen in der Hansestadt sowie im Landkreis Rostock umfasste. Dass sich der Aufwand gelohnt hat, zeigt die Evaluation des Fraunhofer-Instituts: Die Maßnahmen führten zu einer Nutzungssteigerung im ÖPNV von 8,5 Prozent. Gemeinsam mit Dr. Maxi Bergel (Projektleiterin beim VVW) und Michael Reitz (Ansprechpartner für Mobilitätspunkte und Mobilitätslotzen) geht er der Frage nach, wie multimodale Mobilität in Stadt und Region praktisch gelingt. Die Experten erläutern, wie neue Mobilitätspunkte (wie am Saarplatz mit Verknüpfung von Straßenbahn, Carsharing und Lastenrädern) den Umstieg erleichtern. Zudem beleuchten sie digitale Fortschritte bei VVW-App und Ticketvertrieb, erweiterte Bus- und Bahnangebote, barrierefreie Infrastrukturen wie den höhenverstellbaren TSI-Schalter am Hauptbahnhof sowie das integrative Konzept der Mobilitätslotzen, die Senioren und Migranten den Zugang zum Nahverkehr erleichtern.
Haben Sie Fragen, Feedback oder Themenvorschläge? Kontaktieren Sie uns per E-Mail unter redaktion@zfk.de oder über unsere LinkedIn-Seite. Verpassen Sie keine Episode von "ZfK im Fokus"! Abonnieren Sie uns auf Spotify, Apple Podcasts oder Ihrer bevorzugten Podcast-Plattform.
Transkript anzeigen
00:00:03: Im Fokus der ZFK
00:00:05: Podcast.
00:00:09: In unserer Podcast-Serie über Mobilität muss ich viel unterwegs sein, das ist ja logisch und gerade bin ich mit dem Zug in Rostock angekommen am Hauptbahnhof.
00:00:20: Hier geht es heute um ein sehr interessantes Projekt Das schon ein bisschen her ist dass aber seine Nachwirkungen hat.
00:00:27: wir möchten über dieses Projekt sprechen Und die nachwirkung sind im Bereich was macht Mobilität vor Ort eigentlich attraktiv?
00:00:37: und sie sind im Bereich Multimodalität, wie wir Fachleute sagen.
00:00:41: Und bei mir ist Maxi Bergel.
00:00:43: Guten Morgen!
00:00:44: Hallo, guten Morgen Stabber!
00:00:45: Maxi ist promovierte Betriebswettin und hat dieses ganze Projekt betreut.
00:00:50: Wir stehen jetzt hier vor dem Hauptbahnhof und werden jetzt ein paar Stationen in der Stadt besuchen die mit dem Projekt Mirror zu tun haben.
00:00:59: Es klingt als würde es um den englischen Spiegel gehen, tatsächlich aber ist das natürlich eine Abkürzung für Maxi?
00:01:07: Mehr klimafreundliche Mobilität zur Stärkung der Partizipation und Inklusion in der Regio Pol-Region Rostock – ist doch klar!
00:01:15: Ja, das ist ganz logisch ein Projekt des Verkehrsverbundes Warnow.
00:01:19: Die Warno ist der Fluss und der Verkehrsverbund, dass klemmt jetzt vielleicht auch am Anfang Wird im Norden ganz von der Ostsee klar, links ist das so Kühlungsborn.
00:01:28: Dann geht es nach Osten rüber Richtung Müritz und im Süden ein bisschen über Güstro hinaus.
00:01:33: Das ist so der Bereich in dem ihr unterwegs seid und in dem auch das Projekt Mira stattgefunden
00:01:39: hat!
00:01:39: Genau, wir sind als Verkehrsverbund quasi das Mändelchen um die Verkehrsunternehmen in der Hansestadt Rostock und im Landkreis Rostdock immerhin der viertgrößte Landkreise in Deutschland.
00:01:48: Das heißt unser Wirkgebiet ist gar nicht so klein und somit hat auch das Projekt in diesem Gebiet und teilweise auch darüber hinaus wirken können.
00:01:56: Und welche Wirkung es hatte?
00:01:58: Das prüfen wir jetzt.
00:01:59: und als erstes gehen wir wohin.
00:02:02: Wir fahren jetzt gleich mit der Straßenbahn einmal zum Saarplatz quasi mitten im Herzen der KTV unserem Studenten.
00:02:08: Und die Straßenbahn fährt tief unter dem Hauptbahnhof, da laufen wir zwar jetzt hin.
00:02:14: In der Straßenbahne Nummer sechs unterwegs nach Neujahr-Frito.
00:02:19: Maxim lass uns das ruhig historisch machen.
00:02:21: was war der Anlass?
00:02:23: Was war auch der wichtigste Gedanke hinter dem Projekt
00:02:27: Na?
00:02:27: der Fördermittelgeber hat natürlich schon die Steigerung der Attraktivität des ÖPNV im Mittelpunkt gehabt.
00:02:33: Wir hier in Rostock und in der Region haben tatsächlich uns das Thema Siegregation ganz groß auf die Fahnen geschrieben, du hast vorhin über die Warno gesprochen, die teilt ja die Stadt so ein bisschen und macht es manchmal schwer von der einen auf die andere Seite zu kommen.
00:02:47: Das heißt, wir haben schon geschaut wo können wir Anschlussmöglichkeiten schaffen auch in den Landkreis.
00:02:51: Wir haben ja wie gesagt einen sehr großen Landkreist und damit natürlich auch weite
00:02:56: Wege
00:02:57: im ÖPNV Und das wollten wir angehen.
00:03:01: Ihr habt eine große Vielzahl von Projekten gemacht, über sechzig.
00:03:06: Wie viele Projekte habt ihr gemacht im einzelnen Maßnahmen?
00:03:09: Tatsächlich, ja da liegt es so ganz gut, dass waren dreiundsechzig Teilmaßnahmen in den verschiedensten Bereichen mit ganz unterschiedlichen Projektteilnehmern.
00:03:16: Wir sind ja ein großes Verbundenprojekt gewesen.
00:03:18: Könntest du aus der Vielzahl der Projekте vielleicht mal zwei oder drei hervorheben die ist im Alltag halt so normalerweise nicht gibt also die auch durch das Förderprojekt erst möglich
00:03:29: geworden.
00:03:30: Ich würde sagen, dies im Alltag nicht gab.
00:03:33: Wir haben sehr viel im Rahmen der Digitalisierung gemacht.
00:03:35: Das klingt so banal aber das war gar nicht so selbstverständlich dass ÖPNV Abos in der App verfügbar waren also wie wir das jetzt mittlerweile alle kennen einfach dein Handyticket dabei hast.
00:03:48: Eine wichtige Neuerung waren sicherlich auch unsere Vertriebsstrukturen.
00:03:52: Das geht bei Bezahlkanälen los und auf eine dieser Maßnahmen schauen wir beide gerade, nämlich auf unseren neuen Fahrscheinautomaten in den Straßenbahn.
00:04:00: Kontaktloses bezahlen war vorher unterwegs nicht selbstverständlich.
00:04:05: Wir haben so Projekte wie die Mobilotsen gehabt, die sprechen wir ja vielleicht noch später Ein und ausbrechenden Verkehr, dass das städtische Verkehrsunternehmen plötzlich durch den Landkreis fährt und umgekehrt.
00:04:16: Das war ein kleines Novum zu dem Zeitpunkt!
00:04:19: Ein wichtiger Punkt des Projektes waren definitiv unsere Tarifprodukte.
00:04:23: Wir sind ja in einer Zeit vor dem Deutschlandticket unterwegs gewesen und haben es unseren Studierenden erst malig ermöglicht, durch den gesamten Landkreis mit ihrem Semesterticket zu fahren.
00:04:32: Wir haben was ganz Neues gemacht das sogenannte Mieterticket.
00:04:34: da haben wir Kooperationen mit Vermietungen geschlossen die ihren Mieterinnen dann die Möglichkeit gegeben haben sehr günstige Tickets für den ÖPNV
00:04:43: in der Hanselstadt-Servehr.
00:04:44: Welche von den drei projekten die ihr gemacht habt
00:04:47: wichtigsten,
00:04:47: die es auch heute nach Ende des Förderprojektes noch
00:04:51: gibt.
00:04:52: Wahnsinnig stolz darauf, dass wir fast alle Angebotsverstärkungen die wir über das Projekt geschaffen haben auch wirklich beibehalten haben.
00:04:59: Das war eine Anschubfinanzierung und nur weil das Geld weg war, haben wir nicht gesagt, wir nehmen die Verbindung wieder weg denn die Bürgerinnen und Bürger der Region haben diese zusätzlichen Verbindungen, diese zusätzlichen Angebote sehr, sehr toll angenommen.
00:05:10: Das heißt, das ist
00:05:11: geblieben!
00:05:12: Alle
00:05:12: Neuerung in der App sind selbstverständlich gebliebene bauliche Maßnahmen.
00:05:16: Wir haben die Haltestellen nicht wieder abgebaut aber ich würde schon sagen, das sind die Verbinden,
00:05:21: die wir neu schaffen können Und die Mobilitätspunkte gab es so in der
00:05:25: Form auch noch nicht.
00:05:28: Es gab ein paar einzelne kleinere, aber wir haben das natürlich über das Projekt enorm ausweiten können und sie in ihrer Ausgestaltung vergrößern können und selbstverständlich sind auch die geblieben.
00:05:38: Wir sind ausgestiegen aus der Straßenbahn Sechs und treffen uns mit Michael Reitz.
00:05:43: Guten Morgen Michael!
00:05:44: Einen wunderschönen guten Morgen!
00:05:46: Es gibt noch Autos im Rostock.
00:05:47: seid ihr nicht erfolgreich?
00:05:49: Doch doch, aber wir hören auch gerade hinter uns einen Bus.
00:05:51: Neueren Typs und da sind hier also einen zentralen Umsteigepunkt mit einer besonderen Steele und natürlich eben auch Autoverkehr.
00:05:59: Wir sind immerhin eine große Stadt mit zweihundertundelftausend Einwohnern.
00:06:02: Da ist auch noch ab und zu ein Auto zu sehen!
00:06:04: Ja du bist mit dem Fahrrad gekommen, aber eigentlich bist du Team Straßenbahn?
00:06:07: Ja na klar, also Straßenbahnen steht oben der Bus natürlich dann auch fahre ich auch selber beides.
00:06:12: Fahrrad hilft momentan in Rostock sehr.
00:06:14: Wir haben viele Baustellen es muss viel an der Infrastruktur getan werden Aber eben nicht nur dort, man hört es vielleicht auch im Hintergrund.
00:06:19: Es sind doch einige Sachen die hier ja wie in jeder Stadt wahrscheinlich angearbeitet werden und ich denke das gehört einfach dazu.
00:06:26: Und Fahrradfahren ist auch irgendwie ganz bequem.
00:06:29: Und zur Fuß gehen auf?
00:06:30: Wir gehen jetzt zu Fuß.
00:06:31: wo gehen wir
00:06:31: hin?
00:06:31: ?
00:06:31: Wir gehen ein Stückchen um die Ecke einmal zum Mobilitätspunkt.
00:06:34: da haben wir eine Stähle aufgestellt also ein bisschen Fahrgastinformationen auf neuerem Niveau und dann vielleicht auch eine ruhigere Ecke finden wo wir uns ein bisschen besser verstehen können.
00:06:43: So jetzt sind wir angekommen an eurem Mobilitätspunkt Rostock, Saarplatz.
00:06:48: Welche Mobilitätsformen versammeln sich hier?
00:06:51: Ja wir haben das klassische Auto was ja immer noch dazu gehört so zum Teil nach dem Motto aber auch Lastenfahrrad bieten wir an und wir haben in unmittelbarer Nähe auch eine Bushaltestelle also genau genommen zwei in jede Richtung natürlich wie sich das gehört und wir befinden uns also hier nah dem studentischen Gebiet das heißt die Uni ist hier gleich Und da ist es ganz klar, dass das hier in diesem konzentrierten Gebiet also in der KTV, das ist sozusagen der Hotspot des Studenten.
00:07:14: Das ist dort besondere Dienstleistungen sind wenn wir das zur Verfügung stellen.
00:07:18: Jeder kann sich einen Fahrrad leisten so ein Lastenrad schon gar nicht und dem beim Auto auch nicht und deswegen ist er hier ausgesucht worden.
00:07:24: zusammen mit der Stadt haben wir diesen Punkt auch ausgesuchten.
00:07:27: Er ist extra markiert und bildet sozusagen einem Punkt den man einfach sehen muss.
00:07:32: Ein Leihauto steht hier gerade, das Lastenfahrrad ist ausgeliehen und wir stehen hier vor einer besonderen Informationssäule zum Mobilpunkt.
00:07:39: Kannst du uns kurz erklären Michael?
00:07:41: Es kann ja keiner gucken jetzt hier die uns zuhören.
00:07:44: Also dieser Mobilitätspunkt zeigt natürlich auf, wo befinde ich mich hier.
00:07:47: Das heißt also es ist eine Karte abgebildet aber genauso eben in fremden Sprachen.
00:07:52: was passiert jetzt hier?
00:07:53: Wo kann ich mir ein Auto leihen?
00:07:55: wie funktioniert das?
00:07:56: Das hier ist Information ganz, ganz wichtiger Teil um Mobilität attraktiver zu machen und in dem Kontext gehört auch das Projekt dass du mit verantwortet hast.
00:08:04: Das waren die Mobilotsen.
00:08:06: kannst du das für jemanden der es nicht kennt versuchen kompakt zu erklären?
00:08:10: Wir befinden uns ja hier im Norden, Lotzen.
00:08:12: Das ist das Thema ein Lotze der führt also durch die Meeresenghe.
00:08:16: aber wir haben es versucht eben durch die Mobilität zu führen.
00:08:21: und zwar haben wir folgende Ausgangssituationen gehabt.
00:08:23: Wir brauchten Menschen die unser Thema einfach multiplizieren, also die typischen Multiplikatoren.
00:08:29: und da haben uns gedacht, wir suchen Menschen, die interessiert sind aus verschiedenen Zielgruppen.
00:08:33: Da haben uns an die Schüler gewandt, die das Thema Umwelt-Klimaschutz auf der Agenda hatten.
00:08:38: Wir haben gesagt, die Senioren ist auch so ein Thema, also Seniorensicherheit.
00:08:42: und wir haben erkannt gehabt – es war gerade die Zeit wo viele Migranten hier auch angekommen sind -, dass mehr Informationen über den NVV loswerden wollen.
00:08:51: Und Sonnegruppen haben wir zusammengestellt, eine Größe von fünfzehn Personen war das erste Mal und die haben wir geschult, b-schuld mit dem Wissen was wir gerne vermittelt haben wollten.
00:09:02: ja es waren spannende Geschichte.
00:09:05: Was haben die Mobilitätslotsen konkret für und mit den Leuten gemacht?
00:09:09: Ja ich möchte mal gerne an dem Beispiel der Migranten festmachen.
00:09:12: also Wir haben ja damals sehr häufig in unserer Sprache gerade in diesen allgemeinen Verkehrsbedingungen geschrieben und das ist schon nicht einfach zu verstehen, schon alleine wenn man es selber liest.
00:09:24: Und dieses haben versucht zu übersetzen in leichter Sprache also mit Akteuren die der Sprache im arabischen im ukrainischen mächtig waren.
00:09:33: Wir haben festgestellt dass da noch viel mehr Wissen fehlte.
00:09:37: Also man stellt sich vor steht irgendwo ein ermäßigter Fahrausweis und ich war vielleicht noch nie mit einem Bus unterwegs weil es da kein ÖPNV-Angebot gibt in den Ländern.
00:09:45: Und natürlich nehme ich einen ermäßigten Ausweis, weil er günstiger ist als ein teurer und dieses Verständnis muss man erst rüberbringen.
00:09:51: Also das haben wir dann erklären können müssen.
00:09:54: Wenn wir unsere Plakate rausgegangen haben, dann ist es schwer an die richtige Zielgruppe zu kommen.
00:09:58: und jetzt hatten wir Multipliatoren!
00:10:00: Die haben praktisch in ihren Handy was eingegeben und sag, war das in der großen Community drinnen.
00:10:05: Also das haben wir nie geschafft und wir haben nicht mal gewusst dass es so einfach sein kann.
00:10:09: Also die Mobilitätslotsen standen nicht irgendwie am Bus und wenn einer eine Frage hat dann haben sie die beantwortet sondern die haben in digitalen Communities Informationen verbreitet und Videos zum Beispiel für euch erstellt.
00:10:19: Genau, das war ein Punkt.
00:10:20: Andererseits haben wir auch Senioren-Schulung gemacht.
00:10:23: Das heißt also wie bewegen wir uns ÖPNV sicher?
00:10:26: Rollator Training wurden Sie eingewiesen so dass sie es in ihrer Community weiterführen konnten.
00:10:32: Wir waren auf verschiedenen Stadtteilfesten.
00:10:35: Wir haben Flyer übersetzt die wir vorher nur in deutscher Sprache hatten und sie waren sehr aktiv unterwegs Also in verschiedenen Rubriken, das was gerade uns unter den Nägel branden.
00:10:46: Das haben sie also in ihre Community eingetragen.
00:10:49: Das Projekt ist ja umfassend evaluiert worden aber die Zahlen spreche ich gleich noch mit Maxi.
00:10:53: Aber jetzt erstmal so das grundsätzliche Feedback dass ihr wahrgenommen habt.
00:10:56: dann von den Fahrgästen wie war es?
00:10:59: Also das Verständnis, ah so funktioniert das war schon mal da.
00:11:03: Natürlich gab es auch ein paar Schwachstellen.
00:11:05: also gerade bei den Schüler hatten wir uns mehr vorgestellt aber das Thema ist eben in der Schule stark bespielt worden.
00:11:10: und dann da musste sagen okay die Senioren und die Zielgruppe der Migranten waren nachher im Fokus Und letzten Endes kann man dazu nur raten, sich genau solche Multiplikatoren zu suchen.
00:11:23: Das gehört auch dazu der Wahrheit, dass man eben mit diesen Akteuren viel beschäftigen muss.
00:11:29: Sie müssen das selber erst mal verstehen, damit sie es weiter vermitteln können.
00:11:32: Euer Projekt hat gedauert – das Förderprojekt von zwanzig-zweiundzwanzig bis zwanzighierundzwanzig.
00:11:40: Aber die Mobilitätslotsen sind jetzt eine Maßnahme, die es so heute nicht mehr gibt.
00:11:45: Woran liegt das?
00:11:46: Also zum Teil haben wir es erst mal noch fortgeführt in den Vierundzwanzig.
00:11:50: Es gehörte einen Mobilitätskoordinator dazu, ich sagte ja also die Menschen müssen im Vorfeld beschult werden und das natürlich Aktivitäten, die man nicht nebenbei bei uns in der Verwaltung machen kann.
00:12:00: Und dafür gab's so ein Mobilitäzkoordinateur, der Termine koordiniert hat, der die Schulung vorbereitet hatte und dafür fehlte dann auch die Finanzierung.
00:12:08: Das ist so der Hauptgrund.
00:12:09: Nichtsdestotrotz haben wir eine Vielzahl von denen Sachen, die wir erlernt haben angenommen.
00:12:14: Die Flyer sind jetzt immer in verschiedenen Sprachen.
00:12:17: Es gehört jetzt einfach zum Grundstaats dazu, aber eben auch die Ansprache noch mal konkrete zu machen.
00:12:23: und jetzt sind wir mit Vereinen vernetzt, die wir vorher auch nicht kannten und führen das über diese Verein- und deren Ansprechpartner durch.
00:12:29: Ja ganz herzlichen Dank für die Information und die Einblicke Michael!
00:12:32: Und wohin bringst du mich jetzt Max?
00:12:33: Wir gehen jetzt beginnen jetzt zu Fuß weiter, das ist ja auch multimodal wohin
00:12:37: Richtig, wir gehen jetzt zur Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock und reden vielleicht ein bisschen über die Studierenden, die uns bei der Evaluation geholfen haben.
00:12:45: Die von uns aber auch ein ganz tolles Tarifprodukt bekommen
00:12:48: haben.
00:12:49: Wir sind jetzt angekommen an der Universitäts-Rostock wo Maxi studiert und promoviert und gearbeitet hat.
00:12:56: Die Studierende waren ja ein wichtiger Teil eures Projektes und hatten damals wie heute auch, aber anders das versprechen wir gleich.
00:13:03: Wir hatten damals ein ganz besonderes Ticket.
00:13:05: Kannst du mal sagen welche Rolle die Studierenden und das Angebot Anstudierende bei MIRROR gespielt hat?
00:13:10: Ja, wir haben im Rahmen von MIRROR für die Studierenden ein neues Semesterticket geschaffen.
00:13:14: Die konnten damit ihrem Semestarticket nicht nur den ÖPNV und Rostock sein – den ÖBNV im ganzen Landkreis nutzen!
00:13:20: Das ist gar nicht so unerheblich gewesen, dass auch das Feedback, was wir von vielen Studierendem bekommen haben, denn wir haben in Rostok einen Wohnungslehrstand von zero Komma sechs Prozent.
00:13:27: Du kannst also vorstellen wie schwierig es hier zu leben als studierende Person.
00:13:32: Und wir haben sehr positives Feedback bekommen von Leuten, die gesagt haben nur durch dieses Ticket kann ich studieren weil ich kann im Landkreis leben.
00:13:39: Ich kann bei meinen Eltern Leben bleiben und bin trotzdem mobil, kann problemlos und kosten günstig beziehungsweise ja den Kosten frei im Rahmen des Semester-Tickets zu meiner Vorlesung fahren.
00:13:49: Gleichzeitig waren die Studierenden für uns eine unheimlich wichtige Wissensquelle.
00:13:53: Die haben uns massiv in der Evaluation des Projektes unterstützt, haben es ein bisschen auf den Deckel bekommen, tatsächlich vom Evaluationsträger das unsere Stichprobe so sehr jung ist.
00:14:04: aber die waren sehr aktiv dabei unsere Maßnahmen auszuprobieren zu nutzen und am Ende auch zu bewerten.
00:14:10: Was ist denn aus diesem Ticket im Rahmen des Versuchs heute für die Studienden hin- und umrostig geworden?
00:14:17: Ja, wir haben ja parallel zu dem Ticket angefangen unsere App unsere VVW-App aufzurüsten technisch nachzurüßen und von habe ich schon gesprochen Abos in die App packen zu können.
00:14:27: Und somit konnten wir dann auch das Semesterticket in die app packen.
00:14:30: keine siebzehnte Schippkarte für die Studis.
00:14:33: jetzt haben die Studierenden ein Deutschlandsemesterticket dass wir dank Mirror problemlos in der VvW App für Sie ausspielen können.
00:14:39: Wir sprechen gleich noch über die Ergebnisse der Evaluation aber ein Ergebnis ist gewesen mehr fahren und das gilt auch für die Studierenden.
00:14:49: Genau, man könnte jetzt natürlich sagen ja ja aber gleichzeitig kann das Deutschland-Ticket, dass Frauenhoferinstitut, das die Evaluation geleitet hat, solche Effekte aber tatsächlich bereinigt und konnte uns so rückspielen, dass die Maßnahmen, die Mörermaßnahmen zu einer Nutzungssteigerung von acht Komma fünf Prozent im ÖPNV geführt haben und das ist schon nicht verächtlicht!
00:15:11: Jetzt werden wir auch noch ein bisschen Auto in Rostock fahren denn hier in der Nähe der Uni gibt es auch an Autos einen gewissen Bedarf.
00:15:19: Wir haben hier in Laufweite glaube ich so sechs, sieben Car Sharing Angebote die wir hier erreichen können.
00:15:24: das ist natürlich schon Zeichen dafür dass im Studentenfürtel das Car Sharing eine ganz besondere Bedeutung hat.
00:15:30: Es ist nicht direkt in der Mobilitätsapp das Auto ist sozusagen ein Spin-off aber jetzt stehen wir hier und wollen unseren Moin Mietwagen mitnehmen.
00:15:39: Ganz genau, wir beauskunften in unserer Mobilitäts-App die Standorte der Moinkars und der Moinroller.
00:15:47: Du kannst ja also in deiner Wegekette an deiner multimodalen Wegekette in unsere App den Roller direkt auswählen springst dann allerdings in die App des Anbieters ab.
00:15:56: Also wir haben eine Absprunglösung geschaffen keine tiefen Integration.
00:15:59: Wir mieten uns einen Volkswagen
00:16:01: Ab Ein VW Ab Und ich buch mal und wir können in zehn Sekunden das Fahrzeug öffnen.
00:16:07: Ich bin gespannt
00:16:10: So, das fahrt euch auf.
00:16:11: Jetzt steigen wir ein!
00:16:11: So spektakulär ist Autofahren ja nicht, aber wir sind trotzdem froh, dass es funktioniert.
00:16:15: Ja tatsächlich!
00:16:16: Es ist schön zu sehen wie einfach es dann geht wenn man sich einmal kurz eingefuchst hat.
00:16:19: Wir besprechen Mira und was es davon in Rostock heute noch gibt die ganze Zeit als Erfolgsgeschichte.
00:16:28: da finde ich auch viele gute Gründe für.
00:16:29: Aber es hat doch sicher auch einen Kritik widerständisch Schwierigkeiten gegeben.
00:16:34: Das ist ja immer besonders interessant das Zu wissen wenn andere über eure Lösungen auch denken.
00:16:40: Ja, ganz klar.
00:16:41: Wir sind natürlich auf so Widerstände gestoßen die einfach externe Natur waren.
00:16:45: da konnten wir nichts für.
00:16:47: also wenn dann am Ende irgendwo in irgendeinem Kanal einen Tankerschiff quer liegt und deswegen bei uns Bauteile nicht ankommen um Fahrscheinautomaten aufrüsten zu können, dann verzögert das so ein Projekt.
00:16:58: Die Einführung des Deutschland-Tickets hat am ende dafür gesorgt dass unsere Tarifprodukte plötzlich gar nicht mehr so attraktiv waren und wir ein bisschen umdenken mussten.
00:17:07: Aus der Bevölkerung möchte ich nicht sagen, dass es Widerstand gab.
00:17:10: Aber es gab natürlich viele Menschen die gesagt haben aber warum habt ihr nicht?
00:17:15: Und wozu jetzt die Buslinie, die wäre doch viel besser gewesen und das muss man ganz klar sagen.
00:17:21: wir haben zwar die Menschen in der Region viel mitgenommen, viel informiert was wir leider nicht konnten vom Fördermittelgeber her auch weil die Skizze war geschrieben und dann ist sie auch halbwegs in Stein gemeißelt wirkliche Beteiligungsprozesse zu schaffen und gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu gucken, welche Angebote braucht es ganz konkret aus eurer Sicht.
00:17:44: Und das wäre mein Wunsch für die Zukunft für solche Projekte, dass man da einfach zwei Schritte früher ansetzen kann und die Bürgerinnen vor Ort – die Menschen, die diesen ÖPNV am Ende nutzen sollen – wirklich mitnimmt!
00:17:56: Und was wir natürlich bei den Kernerkenntnissen nicht außer Acht lassen dürfen, ist dass es uns nochmal gezeigt hat wie wichtig es ist, ÖPNV zu vereinfachen.
00:18:05: Das geht einmal über die Informationen, über die wir gerade sprachen und das geht aber auch darüber diese Tarife einfach viel leichter zu machen, verständlicher zu machen.
00:18:12: Wir haben gespürt im Projekt dieses einfache Semester-Ticket, dieses einfacher Mieterticket, das einfache Sozial-Tickett, das am Ende bedeutete du hast das Ticket, du steigst ein Du kannst mit allem fahren und durch ein großes Gebiet fahren und musst nicht überlegen ist das eine andere Tarif?
00:18:26: Das hat die Leute in den ÖPNV gebracht und das spüren wir natürlich jetzt mit dem Deutschlandticket umso mehr.
00:18:32: Es ist einfach, du steigst ein, du fährst los, du musst dir nicht mehr überlegen habe ich das richtige
00:18:36: Ticket.".
00:18:37: Wir sind jetzt wieder am Bahnhof angekommen.
00:18:39: Ich muss ja Rostock auch leider wieder verlassen und Maxi hat das Auto, das Carsharing-Auto geparkt und zeigt mir hier Schalterhalle, kann man sagen.
00:18:48: Eine letzte Errungenschaft von Mirras steht sogar drauf.
00:18:51: Mirra was ist das?
00:18:53: Genau wir haben uns ja auch das Thema Barrierefreiheit auf die Fahne geschrieben und wir stehen jetzt hier vor einem sogenannten TSI-Schalter.
00:19:00: Das ist ein ganz besonderer Schalter der es höhen verstellbar so dass man auf Augenhöhe mit Rollstuhlfahrern kommunizieren kann.
00:19:06: er hat eine höher Induktionsschleife Und du siehst diesen blinden Leitstreifen der dich direkt zum Schalter führt.
00:19:12: Ihr habt insgesamt für diese drei Jahre oder Geld gehabt, so was macht dann richtig Spaß.
00:19:20: Ihr habt damit ihr aber Erkenntnisse erwirtschaftet die andere nutzen können.
00:19:24: Was sind da eine wichtigsten Tipps für die Nahverkehrsunternehmen in Deutschland?
00:19:31: Die Mirror nicht hatten!
00:19:33: Bleibt verhexibel in euren Plänen, nichts funktioniert und nichts passiert so wie ihr euch das irgendwann mal überlegt habt.
00:19:39: Vernetzt euch mit anderen Verkehrsunternehmen, mit anderen Verkehrsträgern und sorgt dafür dass die Politik hinter euch steht denn das hat uns wahnsinnig viel Rückendeckung verschafft!
00:19:49: Danke für den Besuch, für die multimodale Reise durch die schöne Anzustatt
00:19:54: Rostocken.
00:19:54: Ich freue mich Stefan toll, dass du da warst.
Neuer Kommentar